Sri Lanka

Dorfprojekt Rangalle, Sri Lanka

Sri Lanka ist von einem seit Jahrzehnten andauernden Bürgerkrieg gezeichnet. Obwohl sich die militärischen Auseinandersetzungen auf den Norden des Landes beschränken, wirkt sich der Krieg auf die gesamte Bevölkerung und die Volkswirtschaft aus. Dies ganz besonders, seitdem im Januar 2008 das Waffenstillstandsabkommen von der Regierung annuliert wurde und es wieder vermehrt zu Kämpfen und Bombenattentaten kommt. Der Tourismus bleibt aus.

Tiefe Spuren hat auch der Tsunami im Jahr 2004 hinterlassen, der rund 40.000 Menschenleben forderte. Hilfsorganisationen aus aller Welt haben dazu beigetragen, dass offensichtliche Schäden wie zerstörte Häuser nicht mehr überall sichtbar sind, doch nur mühsam entkommen die Menschen der Armut. Weiter verschlimmert hat sich die Lage, als Anfang 2008 Öl- und Lebensmittelpreise um das Doppelte anstiegen. Insbesondere Kinder sind von der politischen und wirtschaftlichen Instabilität des Landes betroffen. Ihre Zukunft ist ungewiss.

 

 

Einheimische Arbeiter graben ein großes Loch

Unser Projekt unterstützt das Dorf Rangalle, das ca. 2,5 Autostunden nordöstlich der Hauptstadt Colombo im Hochland bei Kegalle, liegt. Sascha e.V. hat sich bewusst für ein Projekt abseits der Küsten- oder Kriegsregion entschieden, da dort bereits viele internationale Hilfsorganisationen im Einsatz sind. Vergessen werden oft jene Landesteile, die nicht direkt in den Krisenregionen liegen, jedoch auch massiv die Auswirkungen zu spüren bekommen. In Rangalle leben derzeit 500 Einwohner, davon sind 200 Kinder. Die meisten der Dorfbewohner sind Tagelöhner und arbeiten auf Kautschukplantagen, als Reisbauern oder Teepflücker. Ihr Einkommen reicht oft nicht aus, um die Familie zu ernähren oder gar für die Ausbildung ihrer Kinder zu sorgen.

Sascha e.V. hilft in Rangalle auf zweierlei Weise:

Mit Patenschaften werden gezielt einzelne unterstützt. Gefördert wird aber auch die Gemeinschaft, das „Miteinander“ im Dorf, von dem alle Bewohner profitieren. Wir sammeln Spenden für die Fertigstellung eines Gemeindezentrums, das als Begegnungsstätte für verschiedene Zwecke genutzt werden kann: als Kindergarten bzw. Vorschule, als buddhistische Sonntagsschule, für Hochzeiten und Beerdigungsfeiern, als Unterrichtsort für Englisch, Mathematik und traditionelle Tänze, als Bücherei und für gemeinsames Musizieren und Tanzen.

Das Haus wird von den Dorfbewohnern in Eigenregie errichtet, mit den Spendengeldern werden nur die Baumaterialien finanziert.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Ursula Beier betreut, die seit 1985 Hilfsprojekte in Sri Lanka initiiert und betreut. Projektleiter vor Ort ist Lakshman Mahanama, ein Einheimischer, der seit vielen Jahrzehnten hauptamtlich im sozialen Bereich tätig ist.

Mit einer Patenschaft können Sie Kinder in den ärmsten Familien des Dorfes unterstützen. Das Geld wird für Nahrung, Gesundheit und Ausbildung verwendet und in monatlichen Beträgen ausbezahlt, so dass die Verwendung im Sinne der Pateneltern sichergestellt ist.

mit freundlicher unterstützung von Techdivision Logo